Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Honigbienen bei der Arbeit

Veröffentlicht am: 27. April 2021

München – Demnächst ist Honigernte-Zeit – und zwar auf dem Campus Don Bosco in München. Dort steht seit Oktober 2020 nämlich ein Bienenkasten auf der Wiese ganz in der Nähe der Kapelle. Demnächst soll auch ein Schild auf die Arbeit der fleißigen Honigbienen hinweisen.

„Die Bienen haben sich wunderbar entwickelt, denen gefällt es sehr gut hier und sie finden hier genug Futter“, erzählt Hobby-Imkerin Ines Zirnbauer, die im vergangenen Jahr mit zwei Bienenvölkern von Freimann/Nord-Schwabing auf das Gelände des Salesianums umgezogen ist. Für ausreichend Futter haben die Verantwortlichen der Einrichtung schon im Frühjahr 2020 gesorgt. Gegenüber des Basketballfeldes im Innenhof wurde in Zusammenarbeit mit einem Fachexperten eine Blumenwiese eingesät, die Bienen und weitere Insekten anzieht.

Als die Honigbienen hier im Oktober angekommen sind, stand jedoch erst einmal der Winterschlaf an – obwohl laut Ines Zirnbauer die Bienen keinen richtigen Winterschlaf machen. Sie ziehen sich zwar zurück, kommen aber zu einer Wintertraube zusammen und bleiben weiterhin in Bewegung. Im Februar konnten sie dann wieder rausfliegen, bei den ersten warmen Tagen über 12 Grad, wie sie erzählt.

Schwarmstimmung im Mai

Demnächst steht dann die Schwarmzeit an – in dieser Zeit schlüpft die neue Bienenkönigin und die Hälfte der Bienen ziehen mit der alten Königin aus und setzen sich zum Beispiel als Schwarmtraube in einen Baum, erläutert Ines Zirnbauer. Während dieser Phase verschafft sich die Imkerin zweimal wöchentlich einen Überblick über die Lage im Bienenstock und auch in der direkten Umgebung. „Der natürliche Gang ist schon, dass man sie ausschwärmen lässt und dann wieder einfängt.“ Vorausgesetzt man habe einen Zugang zu dem Platz, auf dem sich das neue (alte) Volk niedergelassen hat.

Und auch die Erntezeit steht laut Ines Zirnbauer erfahrungsgemäß bald an, in der Regel im Mai. Die sogenannte Frühtracht beträgt in der Regel 15 bis 20 Kilo Honig pro Volk, im Sommer sind es dann zwischen 25 und 50 Kilo. „Je nachdem, wie die Wetterverhältnisse sind und wie viel Futter die Bienen finden.“

Die Imkerin würde den Honig gern im Salesianum vermarkten und ist darüber bereits im Austausch mit der Leitung unserer Einrichtung.

Ines Zirnbauer ist Mitglied der Initiative München summt!, die sich für den Erhalt des Lebensraums von Honigbienen aber ebenso der Wildbienen und aller anderen blütenbesuchenden Insekten einsetzt. In München kümmert sich die Imkerin derzeit um acht Bienenstöcke.

Text und Foto: RefÖA/Patrizia Czajor