Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Don-Bosco-Fest 2026: Wertvolle Botschaften – 100 Jahre Medienarbeit der Salesianer Don Boscos in Deutschland

Veröffentlicht am: 2. Februar 2026
Checker Tobi erhält den Don-Bosco-Preis

Checker Tobi erhält den Don-Bosco-Preis

München – Am letzten Januarwochenende fand auf dem Campus Don Bosco in München das Don-Bosco-Fest 2026 statt. Den Auftakt bildete am Freitagabend ein Festabend unter dem Motto „Wertvolle Botschaften – 100 Jahre Medienarbeit der Salesianer Don Boscos in Deutschland“. Anlass war das Jubiläum der Don Bosco Medien GmbH, deren Wurzeln bis in die 1920er Jahre zurückreichen, als die Salesianer Don Boscos in Deutschland ihren eigenen Verlag gründeten und damit die Basis für ihre Medienarbeit legten.

Wortgottesdienst: Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft

Eröffnet wurde der Festabend mit einem Wortgottesdienst in der Kirche St. Wolfgang, geleitet von Richard Stefke, Ordinariatsdirektor im Erzbistum München und Freising. Ein zentrales Element war eine eigens errichtete hölzerne Brücke, die sichtbar für das Verbinden von Vergangenheit und Zukunft stand. Stefke machte deutlich, dass Zukunft ohne die Erfahrungen der Vergangenheit nicht denkbar sei, zugleich aber Verantwortung, Engagement und bewusste Entscheidungen erfordere.

Ein besonderes Highlight des Gottesdienstes war das gemeinsame Lichtzeichen: Die Teilnehmenden erhielten Kerzen, die während der Feier entzündet und nach vorne zur Brücke getragen wurden. Das Licht symbolisierte Hoffnung, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Brücken zwischen Menschen, Generationen und Lebenswelten zu bauen – ganz im Geist Don Boscos. Musikalisch begleitete der Chor der Schülerinnen des Erzbischöflichen Edith-Stein-Gymnasiums die Feier und unterstrich die spirituelle Atmosphäre eindrucksvoll.

Grußworte zum Jubiläum der Don Bosco Medien

Anschließend setzte sich der Festabend im Veranstaltungssaal des Salesianums fort. Pater Reinhard Gesing, Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos, begrüßte die Gäste herzlich und würdigte die langjährige Arbeit von Don Bosco Medien. „Don Bosco Medien steht seit jeher im Dienst junger Menschen und hilft, Orientierung zu vermitteln“, betonte er. Besonders dankte Gesing den Mitarbeitenden, die seit Jahrzehnten „wertvolle Botschaften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit“ weitergeben.

Als Ehrengast des Abends sprach Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag. In seinem Grußwort ordnete er das Jubiläum in die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ein: Deutschland lebe in „besonderen, herausfordernden Zeiten“, in denen glaubwürdige Kommunikation wichtiger sei denn je. Angesichts von Vertrauensverlust, Polarisierung und Radikalisierung brauche es Angebote, die nicht spalten, sondern verbinden. Medienarbeit bedeute heute mehr als reine Informationsvermittlung, so Holetschek: Es gehe darum, „Haltung zu zeigen, Profil zu entwickeln“ und mit wertvollen Botschaften Orientierung zu geben.

Fotos: Klaus D. Wolf

Don-Bosco-Preis für „Checker Tobi“

Höhepunkt des Festabends war die Verleihung des Preises des Campus Don Bosco „Wie Don Bosco. Brücken bauen.“ an den Journalisten und Fernsehmoderator Tobias Krell, besser bekannt als „Checker Tobi“. Die Laudatio hielt Dr. Ferdinand Auhser, Geschäftsführer der Don Bosco Medien GmbH. Statt einer klassischen Rede entwickelte sich ein interaktives Gespräch, angelehnt an Krells eigenes Format. Dabei sprach der Preisträger über Neugier als Antrieb seiner Arbeit, Medienkompetenz und die Bedeutung, Dinge so lange zu hinterfragen, bis man sie wirklich versteht – gerade für junge Menschen.

Besonders die Einbindung der Kinder prägte die Preisverleihung: Gemeinsam mit ihnen überreichte Pater Reinhard Gesing den Preis an Krell, der anschließend viel Zeit für Fragen, Autogramme und Fotos nahm. So verband der Festabend geistliche Impulse, gesellschaftliche Verantwortung und zeitgemäße Medienarbeit auf eindrucksvolle Weise.

Familien, Musik und Impulse: So ging das Don-Bosco-Fest weiter

Am Sonntag wurde das Fest auf dem Campus Don Bosco fortgesetzt – diesmal ganz im Zeichen von Begegnung, Musik und gemeinsamen Erlebnissen für Jung und Alt.

Den Festgottesdienst in St. Wolfgang leitete Msgr. Erwin Albrecht, Ordinariatsdirektor im Erzbistum München und Freising. In seiner Predigt griff er die Lesung des Tages aus dem Buch Ezechiel auf. Dort wird das Bild Gottes als des guten Hirten gemalt, der die zerstreuten und verlorenen Schafe sucht, die Schwachen stärkt und die Herde wieder zusammenführt. Albrecht zog einen lebendigen Bezug zur Gegenwart und verwies auf das virale TikTok-Video aus Franken, in dem 50 Schafe in einen Penny-Markt liefen. „Gott sucht die Verirrten, nicht die perfekten Schafe“, betonte er. „Auch das vermeintlich schwarze Schaf gehört zur Herde.“

Mit Blick auf Don Bosco hob Albrecht hervor, dass der Gründer der Salesianer besonders die jungen Menschen im Blick hatte, die vom Weg abkommen oder sich schwertun, mitzuhalten. Echte Fürsorge bedeutet, alle mitzunehmen, zu begleiten und ihnen zweite Chancen zu geben. Der Ordinariatsdirektor erinnerte daran, dass Gott nicht urteilt, sondern mit Geduld, Liebe und Barmherzigkeit zu den Menschen kommt – zentrale Werte christlicher Nächstenliebe, die bis heute wirken.

Im Anschluss folgte ein gemeinsames Mittagessen im Veranstaltungssaal des Salesianums, danach Kaffee und Kuchen. Den Abschluss des Festtages bildete das Musical „Don Boscos Traum“, aufgeführt von den Chören der Singschule St. Wolfgang unter der Leitung von Mar Vaqué und Stefan Ludwig. Mit Musik, Schauspiel und Theater verband die Aufführung die Botschaften Don Boscos anschaulich und machte die Werte des Ordens für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen erlebbar.

RefÖA/jl

Neuer Podcast erschienen

Pünktlich zum Don-Bosco-Fest ist die neue Folge des Podcasts „Campusgeschichten“ online. Host Julia Dahmen spricht mit Gesa Rensmann und Christoph Sachs über Verlags- und Redaktionsarbeit bei Don Bosco Medien und das Jubiläum „100 Jahre Medienarbeit“.

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