50 Jahre Oratorium
Was macht das Oratorium Don Bosco für Kinder zu einem besonderen Ort? Zum Start ins neue Schuljahr haben wir diejenigen gefragt, die es am besten wissen müssen: die Kinder selbst. Entstanden sind persönliche Antworten und ganz besondere Bilder – aufgenommen von den Kindern im Oratorium.
Seit 50 Jahren ist das Oratorium Don Bosco im Salesianum München ein verlässlicher Ort für Kinder und Familien. Hier finden Kinder nach der Schule nicht nur Unterstützung bei den Hausaufgaben, sondern vor allem Gemeinschaft, Freundschaften und vielfältige Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten und Neues auszuprobieren.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres startet nun auch für fünf Kinder ein ganz neuer Abschnitt: Sie kommen in die erste Klasse und beginnen gleichzeitig ihre Zeit im Oratorium. Damit dieser besondere Tag noch lange in Erinnerung bleibt, haben die „Alten“ für die „Neuen“ Schultüten gebastelt und mit vielen guten Wünschen für ihren Schulstart gefüllt.
Doch was bedeutet das Oratorium eigentlich für die Kinder selbst? Ihre Antworten zeigen, dass es oft die gemeinsamen Erlebnisse und die Menschen sind, die einen Ort besonders machen.
„Weil es viele coole Aktionen gibt“, sagt der neunjährige Felix. Stefen (11), Samuel (12) und Omrkhan (12) schätzen besonders die vielen Möglichkeiten, die ihnen das Oratorium bietet: Freunde treffen, Unterstützung bei den Hausaufgaben bekommen, gemeinsam an den Chiemsee fahren oder beim Provinzsportfest mitspielen.
Für Freya (8) und Birgitta (10) stehen ebenfalls die Freundschaften im Mittelpunkt: Sie kommen gerne ins Oratorium, weil sie hier ihre Freunde treffen und gemeinsam spielen können. Ihr Lieblingsort? Die Werkstatt. Nazim (7) zieht es dagegen vor allem nach draußen: „Ich bin am liebsten am Sportplatz, weil ich da Fußball spielen kann.“ Und manchmal braucht es gar keine lange Erklärung. Auf die Frage, was das Besondere am Oratorium sei, antwortet Alisha (10) ganz einfach: „Eigentlich alles.“
William (11) hat wiederum eine klare Antwort: Für ihn sind es die Erzieherinnen und Erzieher, die das Oratorium besonders machen.
Das Oratorium durch Kinderaugen
Passend zum 50-jährigen Jubiläum haben wir die Perspektive einmal ganz bewusst gewechselt. Für das kleine Fotoprojekt „Das Oratorium aus der Sicht der Kinder“ bekamen die Kinder selbst die Kamera in die Hand.
Was ist ihnen wichtig? Welche Orte mögen sie besonders? Was fällt ihnen auf, wenn sie durch das Oratorium gehen? Und was möchten sie anderen zeigen?
Mit ein paar Tipps zur Kamera, aber ansonsten mit viel Freiheit, machten sich die Kinder auf den Weg. So entstanden Aufnahmen aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel: vertraute Räume, Lieblingsplätze, Details und Momente, die Erwachsene vielleicht ganz anders wahrnehmen würden.
Ausgewählte Bilder des Fotoprojekts
Die Bilder und Aussagen der Kinder zeigen dabei auf ihre ganz eigene Weise, wofür das Oratorium seit nunmehr fünf Jahrzehnten steht: für einen Ort, an dem Kinder willkommen sind, Gemeinschaft erleben, Unterstützung finden, ihre Interessen entdecken und einfach Kind sein dürfen.
Ein neuer Anfang in einem besonderen Jubiläumsjahr
Für unsere fünf neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt diese Geschichte gerade erst. In den kommenden Jahren werden auch sie ihre eigenen Lieblingsplätze entdecken, Freundschaften schließen und viele kleine und große Erlebnisse im Oratorium sammeln.
ÖA / jl
