| 1919 |
Domkapitular Dr. Johannes Müller
(später Bischof von Stockholm) und der Münchner Generalvikar
Dr. Michael Buchberger (späterer Bischof von Regensburg) reisen nach
Würzburg, um die Salesianer für die Jugendarbeit nach München
zu holen. |
| Sep.
1919 |
Salesianerprovinzial P. Dr. Hlond
bringt P. Max Maier zu seinem neuen Arbeitsfeld nach München,
einer schadhaften Baracke mit 25 Jugendlichen zwischen 15 und 24
Jahren,
darunter eine Reihe Vorbestrafter. |
| März
1920 |
Direktor
P. Maier entdeckt nach langem Suchen den Gebäudekomplex Auerfeldstr.
19, eine ehemalige Kreisirrenanstalt, der zum Kauf angeboten wird.
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| 1920 |
Nuntius Eugen Pacelli, der spätere
Papst Pius XII., Baron von Kramer-Klett auf Schloß Hohenaschau
und einige Wohltäter aus den USA bringen die Geldmittel auf
für die Salesianer, um den Gebäudekomplex zu kaufen. |
| Sommer
1921 |
Die
Gebäude auf dem Gelände, nun "Salesianum" genannt,
werden mit Hilfe der Niederbronner Schwestern von der Hochstraße
eingerichtet. Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
organisieren Möbel, Betten, Hausrat und Wäsche, so dass
der Umzug von der Baracke in das Salesianum geschehen kann.
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| 1921 |
Der
erste Handwerksbetrieb wird eingerichtet: eine Schreinerei. Es
folgen Schneiderei und Schuhmacherei, 1922 eine Schlosserei, 1925
die Druckerei
und 1926 die Bäckerei. Auch das Knabenheim öffnete in diesem
Jahr seine Tore und wird von 400 - 500 Kindern begeistert angenommen.
P. Johannes Sauer und P. Ludwig Englert sind die "Bubenkönige".
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| 1923 |
P. Georg Ring, der neue Direktor,
lädt
Michael Kardinal von Faulhaber zum Franz von Sales-Fest in das Salesianum
ein, wo er von Hunderten von Buben begeistert empfangen wird. 1924
Michael Kardinal von Faulhaber weiht einen Neubau des Salesianum
ein, sowie die eigenen Lehrwerkstätten der Salesianer. |
| 1925 |
Durch Um- und Neubauten wird die
Aufnahmekapazität
erhöht. Auch weitere Zielgruppen wie z.B. Spätberufene,
Schüler usw. können aufgenommen werden. In zahlreichen
Pfarreien helfen die Salesianer durch Seelsorgaushilfe und Betreuung
von Jugendgruppen. Der Salesianerverlag zieht in Räume des
Salesianums ein. |
| 1926 |
Im
Neubau des Jugendwerkes wohnen nun 120 Lehrlinge. Die Schülerabteilung
hat 70 Jugendliche. In diesem Jahr wird das Salesianum auch Provinzialatshaus.
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| 1930 |
Don Bosco Fest, Maria Hilf Fest
und Franz von Sales Fest sind bereits Höhepunkte im Jahresablauf
des Salesianums. Bei den Gottesdiensten und Festfeiern kommen neben
den Ehrengästen von Stadt und Diözese eine große
Zahl von Salesianischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die
das Werk Don Boscos in München ideell und finanziell unterstützen
und begleiten. |
| 1933 |
Von den schon 250 Lehrlingen wird ¼ in
den eigenen Lehrwerkstätten des Salesianums ausgebildet. Das
Salesianum steht in voller Blüte, als in diesem Jahr die Nazizeit
anbricht. |
| 1934 |
Zur
Heiligsprechung Don Boscos finden vom 10. - 13. Mai in der Jesuitenkirche
St. Michael und im Odeonssaal große Festfeiern statt unter
der großen Anteilnahme der Bevölkerung. Nach der ersten
Festschrift von 1929 erscheint nun eine neue Festschrift, die das
große salesianische Werk in Deutschland bekannt macht. Die
Salesianer müssen mit ihren Jugendlichen die ersten Repressalien
von Nationalsozialisten erdulden.
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| 1937 |
Bespitzelung, Kontrollen und sogar
Verhaftungen erschweren die pädagogische und seelsorgliche Arbeit der Salesianer.
Die Spätberufenenschule muss die Tore schließen. |
| 1939 |
Von Freiburg wird die Herdersche
Druckerei nach München ins Salesianum verlagert. Viele Salesianer und
Angestellte müssen zum Militärdienst einrücken. |
| 1941 |
Aus den staatlichen Schulen werden die
Kinder und Jugendlichen verwiesen, wenn sie weiterhin im Salesianum
wohnen wollen. |
| 1943 |
Brandbomben fallen auf das Salesianum
und auf das Provinzialatshaus. Die wenigen Jugendlichen im Haus
helfen den Salesianern bei den Löscharbeiten. |
| 1944 |
Noch
120 Jugendliche wohnen im Haus. Bis Kriegsende sinkt ihre Zahl
auf 30 Lehrlinge. Am 25. April sinken zahlreiche Gebäudeteile des
Salesianums durch Bomben getroffen in Schutt und Asche. Die Bewohner
retten sich in einen Teil des Küchen- und Kapellentraktes. Kardinal
Faulhaber kommt an diesem Tag ins Salesianum und weint, als er das
zerstörte Jugendzentrum sieht.
|
| 1945 |
Gleich nach Kriegsende beginnt der Wiederaufbau
des Salesianums. Neben dem Knabenheim und dem Lehrlingsheim entsteht
eine Jugendherberge. Auch die Pfarrei St. Wolfgang vertraut Kardinal
Faulhaber den Salesianern an. |
| Ab
1952 |
leisten die Beauftragten der amerikanischen
Caritas dem Salesianum große Hilfe. Aber auch die Diözese
und stattlichen Stellen helfen beim Wiederaufbau. |
| 1955 |
Auch
das Provinzgebäude wird wieder errichtet und am 19. Mai kann
Josef Kardinal Wendel auch die neue Heimkirche einweihen.
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| 1957 |
450
Lehrlinge, 45 Gesellen und 60 Schüler haben bei den Salesianern
in München Unterkunft, Verpflegung und Heimat.
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| 1963 |
Im jährlichen Heimleben bilden
ab jetzt der Elternsonntag im Herbst und das Ehemaligentreffen
am 06. Januar eine feste Tradition. |
| 31.
Mai 1970 |
Das 50-jährige Bestehen des Salesianum
kann als großes Fest begangen werden. Julius Kardinal Döpfner
feiert mit der gesamten Salesianischen Familie das Bestehen des Jugendwerkes.
Im August übernimmt eine neue Küche die Verpflegung der
immer hungrigen Jugendlichen. |
| 1970
- 1975 |
Renovierungs-
und Modernisierungsarbeiten sind notwendig, um das neue Konzept,
das den modernen Vorstellungen vom Gruppensystem in der Heimerziehung
entspricht, im Salesianum einzuführen. P. August Brecheisen
leitet mit großem Elan die Umgestaltung. Die modernen Sportplätze
finden bei der "Sales-Jugend" große Begeisterung. Ein reich
gefächertes Bildungsangebot steht den Jugendlichen zur Verfügung,
um sich für die großen Aufgaben im Leben vorzubereiten.
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| 1971 |
Auf dem Gelände des Salesianums
entsteht ein neues Gebäude für das Provinzialat. |
| 15.
Juni 1975 |
Die Umbauarbeiten für die neu geschaffenen
15 Wohnbereiche sind abgeschlossen und Julius Kardinal Döpfner
weiht in Anwesenheit des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr.
Alfons Goppel und vieler staatlicher und fachlicher Prominenz das "Haus
der Jugend" ein. |
| 1.
Jan. 1976 |
Auf Wunsch der Erzdiözese München
und Freising über- nehmen die Salesianer Don Boscos die Leitung
der Jugend- bildungsstätte "Schülerzentrum" im Schloß Fürstenried.
Rund 10.000 Jungendliche besuchen jährlich diese Einrichtung
zu Tagen religiöser Orientierung, zu Klassenseminaren und zu
offenen Veranstaltungen. Die dort tätigen Salesianer gehören
zur Mitbrüdergemeinschaft des Salesianums. |
| 1978 |
Infolge der Umstrukturierung in
das Gruppensystem und auf Grund der behördlichen Richtlinien muss
das pädagogische Personal erheblich verstärkt werden durch
die Anstellung von Erziehern und Sozialpädagogen. P. Franz Muck übernimmt
in diesem Jahr die Leitung des Hauses und wird in seiner 9-jährigen
Amtszeit sowohl dem Salesianum, als auch den Jugendwohnheimen in
München insgesamt, die in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefasst
sind, wesentliche Impulse geben und sie in der Öffentlichkeit darstellen
und vertreten. Das Gebäude, in der die Jugendherberge untergebracht
ist, wird an die Stadt München vermietet, die dort
Schulräume für das Berufsbildungszentrum am Simon Knoll
Platz einrichtet. |
| 1980 |
Die nahezu 3000 "Salesianischen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter" erfahren durch die Salesianer eine gute und
regelmäßige Betreuung. Ohne die Unterstützung dieser
vielen Wohltäter wäre der moderne Ausbau des Salesianums
und die Betreuung der nahezu 500 Kinder und Jugendlichen nicht möglich. |
| 31.
Jan. 1982 |
Bischof Ernst Tewes weiht den Altar
im neugestalteten Altarraum der Heimkirche. |
| 1982 |
In diesem Jahr begehen die Salesianer
zum ersten Mal ihren "Tag der Provinzgemeinschaft" im Salesianum,
zusammen mit dem Regionalrat P. Roger Vanseveren. 230 Salesianer
und Don Bosco Schwestern feiern im Salesianum. Viele ordensinterne
Konferenzen, Tagungen und Treffen finden auf Grund der günstigen
Lage des Salesianums in München statt. |
| 1985 |
In Fortführung des früheren
Knabenheimes, dem dann ein Hort folgte, unterhalten die Salesianer
in Zusammenarbeit mit der Stadt München an gleicher Stelle ein "Modell
der Hilfe zur offenen Erziehung". Diese Einrichtung für Schüler
bekommt 1989 die Anerkennung als "modellhafte Freizeitstätte
mit Schwerpunkt im strukturierten Betrieb" und wird bekannt unter
dem Namen "Oratorium Don Bosco". 45 Kinder aus den Stadtteilen
Au und Haidhausen finden hier Aufnahme. |
| 1986 |
Große Ehre erfährt das Salesianum
durch den Besuch des Generalobern Don Egidio Viganò und des Regionalrates
Don Domenico Britschu, die anläßlich des Tages der Provinz-
gemeinschaft in München sind. |
| 1987 |
450 Schüler und Lehrlinge bevölkern
das Salesianum. Die multifunktionale Belegung des Wohnheimes durch
verschiedenartige Lehrlingsgruppen ermöglicht eine hervorragende
Auslastung des Hauses. |
| 1987
- 1990 |
Es entsteht unter Federführung
des Salesianums in Zusammenarbeit mit katholischen Verbänden
im Jugendwohnheim das Projekt Ausbildung und Wohnen. Es wird unterstützt
von der Agentur für Arbeit und hat die Zielsetzung, jungen Arbeitslosen aus
strukturschwachen Regionen Norddeutschlands Arbeit und Wohnraum
zu vermitteln. |
| 1988 |
Anläßlich des 100. Todestages
Don Boscos wird sein Fest im Salesianum besonders groß gefeiert.
700 Gäste fühlen sich im Salesianum bei den Söhnen
Don Boscos sehr wohl. Großer Andrang ist im Salesianum beim
Missionstag der Salesianer am 23. Oktober. Salesianerkardinal Obando
y Bravo aus Nicaragua und mehrere Bischöfe aus Mittel- und Südamerika
vermitteln einen Eindruck von der modernen Missionstätigkeit
und Entwicklungshilfe der Salesianer Don Boscos. |
| 1991 |
Die große Heimkirche des Salesianums,
die für 500 Gläubige Platz bietet, ist zu groß für
Gottesdienste mit Jugendlichen in kleinen Gruppen. Im Hinblick auf
die Errichtung einer neuen kleineren Heimkirche profanisiert Friedrich
Kardinal Wetter mit Dekret vom 25.02.91 die große Heimkirche.
Pläne für den Umbau in eine Ballspielhalle entstehen. |
| 1993 |
Die Orgel der Heimkirche kommt an
eine Salesianerpfarrei in Zagreb. Die anderen Gegenstände der Kirche
werden auf Vermittlung der Ordinariate München-Freising und
Passau an eine Kirche in Kovarska und an eine Kapelle in der Nähe
von Pilsen vermittelt. |
1994 |
Neben
der Pforte des Salesianums wird die neue Heimkirche fertiggestellt,
sowie ein Gebäudetrakt mit Gästezimmern für das Provinzialat
der Salesianer Don Boscos.
Im Rahmen eines zusammenwachsenden Europa
bilden Lehrlingsgruppen aus europäischen Ländern eine neue
Zielgruppe für das Salesianum. Speziell mit Nordirland entstehen
gute Kontakte. |
Januar 1995 |
Umbau der Heimkirche zur Ballspielhalle. |
25.10.1995 |
Einweihung der Ballspielhalle.
Von jetzt ab haben die SALES-Jugendlichen die Möglichkeit, sich
in der "Halle" sportlich zu betätigen. Auch Schulklassen
steht der Turn- und Sportraum zur Verfügung. |
April 1997 - Oktober 1998 |
Bau des neuen
Festsaals. Der neue "Theatersaal" dient als Veranstaltungsraum
für eigene Feste und fasst bis zu 500 Personen. |
1998 |
Einweihung der neuen Sportanlage. Damit bekommt der "Platz" ein
neues, nun grünes, Gesicht. Es wurden dafür sowohl
der Belag, als auch die Flutlichtanlage und die Spielgeräte
erneuert. Jetzt ist der SALES-Sportplatz wieder Jugendtreff
für Kinder und Jugendliche aus dem SALES und der
Stadt, die zum Spielen kommen. |
1999 |
Besuch des Generaloberen Don Juan E. Vecchi. |
2000 |
Verabschiedung der Niederbronner Schwestern - eine
80jährige Geschichte der Zusammenarbeit geht zu Ende. Die Entwicklung
der Ordensgemeinschaft der Schwestern sah ein "Rückzug" aus
dem SALES vor. Dadurch mussten Küche, Wäscherei und Pforte
neu mit Personal besetzt werden. |
| |
Ab September 2000 Lehrlingsboom im SALES.
Die geburtenstarken Jahrgänge der neuen Bundesländer und
die schlechte Arbeitssituation dort sind Grund für den Umzug
vieler Jugendlicher nach München. |
2001 |
Herr Feist ist erster Salesianer der im SALES
seinen 100. Geburtstag feiert. |
Mai 2003 |
Besuch des Generaloberen Don Pasqual
Chávez zum Maria-Hilf-Fest der Don Bosco Familie. |
November 2004 - März
2005 |
Der SALES-Neubau
aus den 70er Jahren wird renoviert und bekommt ein neues Dach,
neue Fenster, Wärmedämmung und einen neuen Farbanstrich
der Fassade.
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August 2005 |
Der Lehrlingsboom ist zu Ende.
Die 7-Tages-Gruppe 6 wird geschlossen und nimmt von nun an Blockschüler
der ehemaligen Gruppe 7 auf. Die Blockschulgruppe der Brauer (Gr.
14) zieht um ins Hauptgebäude in die Gruppe 7. Die ehemalige
Gruppe 14 wird zum Jugendgästehaus umgebaut und nimmt nun nationale
und internationale Jugendgruppen auf. Die Möglichkeiten des
SALES als Tagungszentrum werden immer mehr von Firmen, Behörden,
Schulen und Einrichtungen genutzt. |
September/ Oktober 2005 |
Die neue Homepage
wird im Internet freigeschaltet. Sie wurde den aktuellen Erfordernissen
des SALES angepasst. |