Am 01.09. hat für viele ein neues Ausbildungsjahr begonnen; für einige der Azubis war es das Erste in ihrer Karriere. Im SALES läuft in dieser Zeit der Regelbetrieb wieder an und das Haus füllt sich zusehends mit altbekannten und neuen Gesichtern. Zum ersten Mal gibt es auch eine Mädchengruppe im Haus, die sich gerade mitsamt ihrer neuen Gruppenleiterin, Frau Ina Schiffmann, so langsam in das SALES-Leben eingewöhnt.
Frau Schiffmann kommt ursprünglich aus Weiden in der Oberpfalz und hat bereits pädagogische Erfahrungen in Kindergarten, Hort, Internat und anderen Einrichtungen gesammelt. Zuletzt hatte sie die Leitung einer Integrativen Kindergartengruppe inne. "Nachdem ich nun lange mit Kindern gearbeitet habe war es nun für mich an der Zeit, wieder zurück in die Jugendarbeit zu gehen und mit jungen Erwachsenen zu arbeiten", so Schiffmann über ihre neue Aufgabe. Im Moment ist sie in ihrer neuen Wohngruppe beschäftigt, zusammen mit ihren Mädchen die Gruppe zu gestalten. Als erstes Gruppenevent planen sie, gemeinsam eine Shopping-Tour in einen großen (schwedischen) Einrichtungsmarkt in München zu unternehmen. Die weiblichen Azubis sind davon natürlich schwer begeistert, schließlich können sie sich alle dadurch beteiligen, ihre neue Gruppe nach eigenen Wünschen einzurichten. Für die erste Zeit in der Gruppe hat sich Frau Schiffmann vorgenommen, "eine gute Gemeinschaft mit den Mädels entstehen zu lassen und eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Mir ist es wichtig, dass wir als Gruppe untereinander zusammenhalten können und jede die andere respektiert." Das sind durchaus Vorstellungen, die ihre "Azubinen" mit ihr teilen.
Insgesamt wohnen nun in der Gruppe bis zu 9 Mädels fest im SALES; weitere 12 Plätze werden von Blockschülerinnen belegt. Als eine der ersten Mädchen kam Ricarda dieses Jahr ins Haus. Sie kommt aus Brandenburg und macht nun in München ihre Ausbildung zur Uhrmacherin. Nachdem sie in der heimatlichen Umgebung keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, bewarb sie sich deutschlandweit. "Ich hatte keine großen Hoffnungen mehr, einen Ausbildungsplatz zu finden und so traf es mich wie ein Schock, als ich plötzlich eine Zusage aus München in den Händen hielt", so Ricarda über ihre Ausbildungsplatzsuche. Sie hatte ursprünglich nicht damit gerechnet, so plötzlich von zu Hause auszuziehen und braucht nun "erstmal ein bisschen Zeit, hier richtig anzukommen". Was sie schätzt sind die anderen Mädels aus der Gruppe, mit denen sie sich von Anfang an gut verstanden hat. Auch der Ausbildungsbetrieb gefällt ihr gut. Als nächstes möchte sie die neue Stadt kennen lernen und freut sich auch schon auf die erste Heimfahrt, wenn sie ihrer Familie und ihren Freunden von ihren neuen Erfahrungen in München berichten kann.
tm
|