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„Was soll ich dir tun?“ - Don-Bosco-Fest 2016 in München mit Verleihung der „Don Bosco Spatzen"

Veröffentlicht am: 31. Januar 2016

München – Bereits zum dritten Mal wurden am vergangenen Wochenende im Rahmen des Don-Bosco-Festes in München die „Don Bosco Spatzen“ verliehen. Die undotierte Auszeichnung, die auf das Engagement von Personen und Einrichtungen für junge Menschen aufmerksam machen und sie bestärken möchte, ihr Engagement im Geiste Don Boscos fortzuführen, ging in diesem Jahr an den ehemaligen Polizisten, Pädagogen und heutigen Leiter eines Jugendhauses in Dachau, Carlos Benede (52), den Pastoralassistenten i.V. Raoul Rossmy (27) und die Fachakademie für Sozialpädagogik in der Auder Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau,die älteste bayerische Ausbildungsstätte für Erzieherinnen.

Carlos Benede (52)erhielt den Preis für seine bedingungslose Sorge um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen. Sie spiegele zutiefst die Idee und das Anliegen Don Boscos wider und sei ein starker Ausdruck salesianischen Handelns, sagte der Leiter des Salesianums in München, Stefan Bauer, in seiner Laudatio. Dasein für andere – diese ursprüngliche salesianische Assistenz werde durch das selbstlose Handeln und Tun von Carlos Benede neu erfahrbar.

Auf vielfältige Art und Weise Kinder und junge Menschen in ihrem tiefsten Inneren anzurühren und sie zu begeistern – das schaffe auch Raoul Rossmy. Der heute als Pastoralassistent i.V. im Pfarrverband St. Katharina 14 Nothelfer im Münchner Norden arbeitende 27-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Arbeit mit jungen Menschen und setze seine große musische und gestalterische Begabung und Kompetenz auch in der Realisierung verschiedenster religiöser Kunst- und Musikprojekte um, begründete Laudator P. Alfons Friedrich SDB, Pfarradministrator im Pfarrverband Haidhausen, die Preisvergabe an den 27-jährigen Münchner, der in der Pfarrei St. Johann Baptist aufgewachsen ist.

Die Fachakademie für Sozialpädagogik in der Au wurde für ihr herausragendes Engagement, junge Menschen ganzheitlich in ihrer Ausbildung zu begleiten und sie darauf vorzubereiten, Kindern und Jugendlichen gute und profilierte Wegbegleiter ins Leben zu sein mit den „Don Bosco Spatzen“ ausgezeichnet. Seit über 170 Jahren stehe die Einrichtung – die älteste bayerische Ausbildungsstätte für Erzieherinnen – für eine fundierte und werteorientierte Erziehung und Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen, so P. Stefan Stöhr, Direktor der Salesianer Don Boscos in München, in seiner Laudatio. Den Preis nahmen stellvertretend für die Ordensgemeinschaft Schulleiterin Sr. Gisela Hörmann und die angehende Erzieherin Sarah Karkowski entgegen.

Der Preisverleihung vorausgegangen waren eine gemeinsame Vesper zur Eröffnung des Don-Bosco-Festes und ein Podiumsgespräch im Pfarrsaal der Pfarrgemeinde St. Wolfgang. Dr. Lorenz Wolf, Leiter des Katholischen Büros Bayern, Markus Schön, kommissarischer Leiter des Stadtjugendamtes München, Dr. Martin Lechner, Leiter des Jugendpastoralinstituts Don Bosco in Benediktbeuern, und der Moderator der Runde, P. Alfons Friedrich SDB, rückten dabei das jesuanische Wort „Was soll ich dir tun“ aus dem Markus-Evangelium in den Vordergrund und diskutierten angesichts einer zunehmenden Armut in unserer Gesellschaft, angesichts notwendiger Bildungsqualifikationen für Sozial- und Pflegeberufe, massiver Veränderungen in den Gemeinden vor Ort und einer steigenden Bildungsnot vieler junger Menschen ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen in Kirche und Gesellschaft. Rund 150 Gäste folgten der Gesprächsrunde, in die zum Ende auch Jugendliche des Salesianums eingebunden wurden. Ein ehemaliger junger Flüchtling, der heute in München eine Ausbildung zum Fliesenleger absolviert, eine Auszubildende aus dem Bereich Jugendwohnen des Salesianums und ein FSJ’ler der Einrichtung berichteten beispielhaft von der konkreten Unterstützung und Hilfestellung, die sie durch Angebote der Salesianer Don Boscos erfahren hatten.

Junge Menschen ernst zu nehmen in ihren Sorgen und Nöten und sie auf dem Weg ins Leben zu begleiten, darum ging es auch dem heiligen Don Bosco vor rund 150 Jahren. Der Priester stand in seiner Zeit vor einer Fülle von gesellschaftlichen und Kirchlichen Herausforderungen. Seine Antwort, getragen aus einem tiefen Glauben, konkretisierte sich in verschiedenen Arbeitsfeldern für junge Menschen, die die Salesianer Don Boscos heute in seinem Geiste fortführen.

Ein Engagement, das auch der Festprediger des diesjährigen Don-Bosco-Festes, Erzabt Wolfgang Öxler aus St. Ottilien, im Rahmen des Festgottesdienstes am Sonntagin den Mittelpunkt seiner Predigt rückte. „Don Bosco war ein Heiliger, der immer wieder den richtigen Ton in der Ansprache junger Menschen gefunden hat. Er hat ihre Talente geweckt. In der heutigen Sprache würde man sagen: Er hat es geschafft, ihre Ressourcen zu stärken“, so der Erzabt. Die heutige Kirche brauche „mal wieder so einen Don Bosco, so einen Fährmann, der es schafft, die frohe Botschaft im richtigen Ton zu übersetzen“, führte Öxler aus und unterstrich seine Worte während der Predigt immer wieder mit dem Griff zur Gitarre. Wie bei einer Gitarre, bei der es regelmäßig eines „Saitenwechsels“ bedürfe, damit sie richtig klänge und die richtigen Töne treffe, sei es auch für uns Menschen wichtig, ab und an die „Seite“ zu wechseln. Er lud dazu ein, sich wie Don Bosco zu seiner Zeit auch heute immer wieder auf Augenhöhe der jungen Menschen zu begeben, mal eine andere Perspektive einzunehmen und Dinge aus einer anderen Richtung zu betrachten: „Denn manchmal sind wir auch ein bisschen blind“.  

Nach dem Festgottesdienst luden die Salesianer Don Boscos unter dem Motto „Begegnung erleben, Zukunft gestalten“ alle Freunde Don Boscos zu einem Mittagessen und zur Begegnung in den Veranstaltungssaal des Salesianums ein. Zum Familiennachmittag traten die Kinder und Jugendlichen der Singschule St. Wolfgang unter Leitung von Stefan Ludwig auf. Dazu wurde ein buntes Familienprogramm mit den Auftritten von Zauberer „Don Alberto“ und dem „Kasperle“ geboten.

Katharina Hennecke

Einrichtung der Salesianer Don Boscos

Das Salesianum ist eine Einrichtung der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos mit Angeboten des Jugendwohnens und der Jugendhilfe, einem Jugendgästehaus, der Schülertagesstätte Oratorium Don Bosco sowie einem  Veranstaltungs- und Gästebereich. Weitere Informationen zur Arbeit des Ordens in Deutschland finden Sie auf unserer Hauptseite: www.donbosco.de

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Leckeres Essen, gesellige Musik, einfach gute Stimmung: Etwa 400 Jugendliche, Salesianer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Nachbarn und Freunde des Salesianums feierten in München gemeinsam ein rundum gelungenes Sommerfest.

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Veranstaltungen und Gästezimmer

Tagen, Veranstalten und Übernachten in München: Der eigene Veranstaltungs- und Tagungsbereich des Salesianums ist ideal für ein- bzw. mehrtägige Tagungen, Seminare, Akademien sowie andere größere Veranstaltungen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier:
www.treffpunkt-sales.de

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